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Rund um den Harz bieten sich mehr als 8.000 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege an, die von kurzen Rundtouren bis hin zu anspruchsvollen Langstrecken reichen. Zwischen dichten Buchenwäldern, steilen Felsformationen und offenen Hochflächen findet jede Kondition eine passende Strecke. Im Nationalpark Harz wechseln sich naturbelassene Pfade mit gut ausgebauten Wegen ab; besonders die Gegend um den Brocken zieht mit ihren Anstiegen jährlich tausende Wanderer an. Viele Routen sind zwischen fünf und zwanzig Kilometern lang, wobei Höhenunterschiede von wenigen Metern bis zu 800 Metern innerhalb einer Tour auftreten können. Wer abseits der bekannten Pfade unterwegs sein möchte, entdeckt oft unberührte Abschnitte, auf denen kaum andere Wanderer unterwegs sind. Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, wechselnde Landschaften und eine Vielzahl von Einstiegsorten sorgen für eine ungewöhnlich große Bandbreite an Möglichkeiten.

Steigungen über 400 Höhenmeter innerhalb weniger Kilometer zwingen Untrainierte oft zum Abbruch. Asphaltierte Forstwege bieten zwar wenig Abwechslung, erlauben aber ein konstantes Tempo und schonen die Gelenke.
| Streckenlänge | Höhenunterschied | Beschaffenheit | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| 6 Kilometer | 80 Höhenmeter | gut befestigter Waldweg | Einsteiger, Familien mit Kindern |
| 13 Kilometer | 240 Höhenmeter | teils steinig, teils Waldboden | Geübte Wanderer mit Ausdauer |
| 21 Kilometer | 410 Höhenmeter | schmale Pfade, Wurzeln, steile Anstiege | Sportlich Trainierte |
| 4 Kilometer | 30 Höhenmeter | asphaltierter Rundweg | Senioren, Menschen mit Gehhilfen |
| 9 Kilometer | 170 Höhenmeter | Wald- und Wiesenwege, kurze steile Passagen | Freizeitsportler, Jugendliche |
| 17 Kilometer | 350 Höhenmeter | Schotter, felsiger Untergrund, längere Anstiege | Erfahrene Gruppen, Wandervereine |
Niedrige Temperaturen im Frühjahr oder Herbst erhöhen bei langen oder steilen Routen die Belastung spürbar. Wer bereits bei der Auswahl auf Trittsicherheit und Wegmarkierungen achtet, reduziert das Risiko für Verletzungen deutlich.
Serpentinen durch dichte Buchenwälder prägen viele Strecken rund um den Brocken, während offenes Hochmoor auf anderen Routen eine ganz andere Stimmung erzeugt. Wanderer stoßen je nach Weg auf imposante Granitklippen oder auf geschichtsträchtige Pfade mit Spuren des Bergbaus. Folgende Unterschiede bestimmen, welches Erlebnis eine Route tatsächlich bietet:
Bei unbeständiger Wetterlage trennt die Wahl des richtigen Weges Komfort und Risiko. Unerfahrene Wanderer unterschätzen oft den schnellen Wetterumschwung und die fehlenden Unterstellmöglichkeiten auf den Hochlagen.

Wer den Harz abseits der bekannten Pfade erkundet, begegnet oft unberührter Natur und seltener Tierwelt. Abgelegene Wanderwege bieten nicht nur mehr Stille, sondern auch abwechslungsreichere Landschaften als die Hauptstrecken. Gerade in der Hauptsaison entgehen Wandernde hier den typischen Menschenmengen, was das Naturerlebnis intensiviert.
Zwischen Bad Grund und Clausthal-Zellerfeld verlaufen zahlreiche alte Forstwege, die oft menschenleer bleiben. In den Randbereichen des Harzes herrscht zudem weniger Besucherandrang, weil bekannte Gipfel wie Brocken und Wurmberg fehlen.
Das Selketal im Osten zieht selten große Gruppen an, da die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln komplizierter ist. Auf den Pfaden zwischen Alexisbad und Straßberg trifft man meist nur Einheimische oder erfahrene Wanderer.
Im Südharz, rund um Walkenried, dominieren Laubwälder und kleine Moore, die wenig beworben werden. Der Karstwanderweg bietet lange Strecken ohne nennenswerte touristische Infrastruktur.
Routen mit weniger als fünf Autos an einem Wanderparkplatz versprechen echte Ruhe. Abgeschiedene Wege ohne Einkehrmöglichkeiten bleiben meist lange einsam.
Abgelegene Wanderwege im Harz bieten eine besondere Ruhe, aber sie stellen auch andere Anforderungen als ausgeschilderte Routen. Plötzliche Wetterumschwünge, Funklöcher oder fehlende Markierungen können zur Herausforderung werden. Wer diese Pfade wählt, sollte auf einige konkrete Punkte achten:
Ab zwei Stunden abseits bewohnter Orte empfiehlt sich eine zweite Kommunikationsmöglichkeit wie ein Satellitenmessenger. Eine kleine Rettungsdecke wiegt kaum, schützt aber im Notfall effektiv vor Unterkühlung.
Abseits gelegene Routen verlangen mehr Eigenverantwortung und eine sorgfältige Planung, lohnen sich aber mit außergewöhnlichen Eindrücken. Kartenmaterial, aktuelle Wegbeschreibungen und ein Blick auf regionale Besonderheiten verbessern die Vorbereitung auf wenig begangene Wege.

Starke Temperaturschwankungen und plötzliche Wetterwechsel prägen viele Wanderungen im Harz. Auf felsigen Pfaden und in feuchten Waldstücken zeigt sich, wie schnell gute Ausrüstung über Wohlbefinden oder Schwierigkeiten entscheidet. Für die Tourenplanung gilt daher Folgendes:
Wer mit kompletter, wetterfester Ausrüstung startet, genießt deutlich mehr Komfort als jemand mit Turnschuhen und dünnem Pulli. Besonders nach starkem Regen zeigt sich, wie schnell nasse Baumwolle auskühlt und wie sehr ein wasserdichter Packsack nützt.
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